Geschichte der Kirche/Pfarre St. Gertraud

50 Jahre Pfarrei St. Gertraud/Haslach: hier die Broschüre zum Download.

Die Geschichte der Pfarrkirche St. Gertraud zu Haslach beginnt mit der erstmals 1275 erwähnten und 1336 bezeugten Gertraudenkapelle. Sie stand im Schelmtal, am Ufer des Gertraudenbaches. Zahlreiche Bozner Bürger pilgerten zu dieser "Gertraudenminne", weil das Wasser als heilsam gegen fiebrige Krankheiten galt.

Der Gertraudenbach, auch Schelmbach genannt, vermurte die Kapelle aber nach heftigen Regenfällen; sie wurde im Jahre 1445 von den Herren von Niederhaus wieder aufgebaut, Jahre später aber wieder von einer Mure mitgerissen. Daraufhin erklärte sich Johann von Zenno zu Tannhausen, ein Bozner Bürger und Gutsbesitzer in Haslach, bereit, die Kapelle an einem sicheren Ort wieder zu errichten.

Die neue Gertraudenkapelle entstand oberhalb der heutigen Weggabelung A.-Nicolodi-Straße und Kuepachweg. Sie wurde im Jahr 1778 eingeweiht.

Der spätbarocke Bau hat einen Dreieckgiebel mit Fassadentürmchen und eine schön ausgeprägte Flachbogentür. Das Innere des Kirchleins ist Licht erfüllt und mit zarten Gemälden rund um die hl. Gertraud ausgestattet. Die Gemälde werden dem aus Schlesien zugezogenen und gefeierten Maler Karl Henrici zugeschrieben.

Dieses kleine Gotteshaus war zweihundert Jahre lang der religiöse Mittelpunkt der kleinen Gemeinschaft von Haslach, die sich aus knapp einem Dutzend Höfen zusammensetzte.

Zu Beginn des Jahres 1958 entstand in Haslach, oberhalb der Gertraudenkapelle, die Rückkehrersiedlung. Schon im Jahre 1959 bildeten Laien einen eigenen Kirchenrat, um das kirchliche Leben auch für die neu Angekommenen in die Hände zu nehmen. Immer noch wurden Gottesdienste und andere kirchliche Feiern in der Gertraudenkirche abgehalten. Dieses Kirchlein wurde aber bald zu klein, und 1963 siedelte die Kirchengemeinschaft in die provisorische Kapelle des Lehrlingsheimes St. Josef.

Im Jahr 1967 wurde die Pfarrei St. Gertraud vom hochwürdigen Diözensanbischof Dr. Josef Gargitter juridisch errichtet. Als erster Pfarrer wurde Josef Ungerich eingesetzt. Am 29. September 1970 übernahm die Kapuzinerprovinz Brixen die Pfarrei St. Gertraud. Die Kapuzinerpatres Bernhard Frei und Georg Schraffl übernahmen nun die Seelsorge, wobei die Notkapelle im Lehrlingsheim vorerst weiterhin für alle kirchlichen Ereignisse diente.

Der Ruf nach einem eigenen Gemeinschaftszentrum wurde immer nachhaltiger. Am Fest der hl. Gertraud, am 17. März 1974, konnte der Grundstein zum Neubau gelegt werden. In den Grundstein eingeschlossen wurden neben den damals im Umlauf befindlichen Lira-Münzen die aktuelle Wochenausgabe des „Sonntagsblattes“ und die Urkunde mit folgendem Inhalt: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes. – Am 17. März des Jahres 1974, dem Fest der hl. Gertraud, wird vom hochwürdigsten Diözesanbischof Dr. Josef Gargitter im Beisein der Seelsorger, des Pfarrgemeinderates und der Pfarrgemeinde von St. Gertraud Haslach-Oberau der Grundstein zum Pfarrzentrum St. Gertraud gelegt.

Bereits zwei Jahre später konnte Diözesanbischof Josef Gargitter das Gemeinschaftszentrum einweihen und seiner Bestimmung übergeben.


Gottesdienstordnung

  • Mittwoch 9:00 Uhr, Frühmesse
  • Freitag 7:30 Uhr, Frühmesse
  • Samstag 19:00 Uhr, Vorabendmesse
  • Sonntag 10:00 Uhr, Pfarrgottesdienst

Bürostunden

Mittwoch nach der 9-Uhr-Messe bis 11.30 Uhr
Sprechstunden nach telefonischer Vereinbarung.

info@pfarreihaslach.com
MwSt.Nr. 94013120210

Kontakt

Pfarrei St. Gertraud, Aurelio-Nicolodi-Straße 16, 39100 Bozen

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