Kalte Heilige Nacht - Weihnachten 2014

Ältere Menschen erinnern sich noch an dunkle und kalte Nächte in der Weihnachtszeit. Heutzutage bleibt der Schnee ganz aus und die Kälte ist kaum noch spürbar, da wir unsere Stuben gut heizen. Und die Dunkelheit? Dörfer und Städte sind mit elektrischem Licht erleuchtet, selbst Sportplätze und Skipisten werden mit Flutlicht erhellt. Umso mehr aber erfahren wir Kälte und Dunkelheit im übertragenen Sinn, nämlich in unseren Herzen, Familien, Ehen und Gemeinschaften, im Zusammenleben, in unseren Betrieben. Diese Kälte kommt daher, dass immer mehr die Harten und Skrupellosen den Arbeitsprozess beherrschen und den Ton angeben. Menschen sind da nur eine Nummer, rentables bzw. unrentables Rohmaterial. Traurige Folge dieser Einstellung ist, dass sich einer dem anderen immer mehr entfremdet, sich vom andern isoliert, und wir beklagen: Menschen leben an einander vorbei, nur nebeneinander, ja sogar gegen einander. Jeder denkt nur an sich und sein eignes Glück. Manchmal kann es einem eiskalt ums Herz werden, wenn Zuneigung, und gegenseitiges Interesse erstarren oder herzlos werden, wenn sich Enttäuschung, Misstrauen und Angst wie eine Eiskruste über unsere Gefühle legen. Diese harte Realität gab es auch damals in Bethlehem: das junge Paar - Maria hoch-schwanger, Josef von der Politik gezwungen zur Volkszählung in sein ihm fremd gewordenes Heimatdorf zu gehen. Er muss feststellen, da ist nirgends Platz für sie. Für wie viele Menschen war damals und ist heute kein Platz in unserer Welt und Gesellschaft, auf unserem Arbeitsmarkt; kalt werden Menschen abgelehnt und ausgegrenzt: die Kälte des Abgewiesenseins, des Unerwünschtseins, der Armut, der Ohnmacht und des hilflosen Ausgeliefertseins. Diese Kälte ist bis heute noch nicht gebrochen oder aufgetaut. Wer löst diese Erstarrung? Was schenkt uns Wärme? Wärme entsteht dort, wo Menschen einander beachten, sich wirklich begegnen, auf einander zugehen, sich annehmen so wie sie sind, sich für einander interessieren. Dass ich an einem Menschen Interesse habe, ist die Voraussetzung dafür, dass ich ihm zuhören kann, dass er mir wichtig ist, dass ich Zeit und Herz für ihn habe. Solch ein Interesse schafft Beziehung und Wärme - im privaten wie auch im öffentlichen Raum; schafft Herberge, Lebensraum, Heimat für die Mitmenschen. Von Jesus, dessen Geburt wir feiern, wird erzählt, dass er das konnte: Wärme schenken, Menschen voller Interesse begegnen. Er, dessen Lebensgeschichte einen so harten, kalten Anfang und grausamen Ausgang hatte; er, der selbst erlebte wie das ist, ausgestoßen, unerwünscht, verachtet und angezweifelt zu sein, er holte Menschen aus der tödlichen Isolation heraus. Bei ihm konnten sie aufatmen, aufleben. Er verhalf ihnen zum lebensnotwendigen Selbstwertgefühl, ohne das der Mensch existentiell erfriert. Er taute erstarrte Herzen auf und brachte Licht und Wärme in das zwischenmenschliche Leben. In Geschichten und Beispielen machte er deutlich, wie groß Gottes Interesse an jedem Menschen ist. Nicht im Himmel will er thronen, sondern den Menschen begegnen, bei ihnen sein als Mensch mit Herz. Mit ihnen will er gehen durch Kälte und Wärme, durch Licht und Dunkel. Deshalb feiern wir Weihnachten, weil Gott wie damals in Bethlehem, auch heute in die Kälte und Nacht unserer Zeit und unserer Existenz hineingeboren werden will. Wir brauchen diesen Gott, der uns Wärme, Licht und Zuwendung schenkt in unserer kalten, interesselosen Welt. Er will unsere Sehnsucht nach Wärme, Herberge, Heimat, Licht und Sinn erfüllen. Dazu wurde er Mensch, um uns das in Jesus zu sagen und vorzuleben. Pfarrer: P. Hermann J. Kaiser


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Gottesdienstordnung

  • Mittwoch 9:00 Uhr, Frühmesse
  • Samstag 19:00 Uhr, Vorabendmesse
  • Sonntag 10:00 Uhr, Pfarrgottesdienst

Bürostunden

Mittwoch nach der 9-Uhr-Messe bis 11.30 Uhr
P. Sepp ist gewöhnlich Samstag von 9:00 bis 11:30 im Widum.

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MwSt.Nr. 94013120210

Kontakt

Pfarrei St. Gertraud, Aurelio-Nicolodi-Straße 16, 39100 Bozen

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