Der neue Firmweg - Ein Erfahrungsbericht

Die deutschsprachigen Pfarreien der Stadt Bozen haben sich zu einer Arbeitsgruppe mit jeweils einen/einer Vertreter:in pro Pfarrei zusammengeschlossen. So können viele Synergien gebündelt werden, sodass nicht jede Pfarrei die gesamte Vorbereitung selber stemmen muss.

Kathrin Walder, Pastoralassistentin der Dompfarre Bozen erzählt im Interview über die bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Firmweg.

Warum steht die Jugendfirmung in der Dompfarre Bozen unter dem Motto „Bozen brennt“?
Kathrin Walder: Unser Motto ist vielleicht auf den ersten Blick etwas „befremdlich“. Wir waren aber schnell der Meinung, dass dieser Titel für uns am besten zu diesem neuen Weg passt. Er fordert heraus und regt zum Nachdenken an. Im übertragenen Sinne sollte es also heißen: Wenn jemand innerlich für etwas brennt, dann ist er begeistert davon, dann erzählt er es anderen weiter, dann bleibt er nicht stehen, sondern erhebt sich. Und so soll auch unser Firmweg sein: Dieser soll in Bozen, in unserer Stadt, Jugendliche und auch die anderen Menschen begeistern, aufrütteln und mitreißen: „Bozen soll eben brennen!“

Diese Art der Firmung ist neu – gemeinsam muss dieser neue Weg entdeckt werden. Was sind momentan die größten Herausforderungen – was sind die größten Chancen?
Kathrin Walder: Die größte Herausforderung sehe ich darin, das Organisatorische alles gut unter einen Hut zu bekommen, d.h. gleichzeitig für drei Jahrgänge ein Programm, das parallel läuft, zu erarbeiten und durchzuführen. Die größte Chance in dieser Art der Vorbereitung liegt für mich darin, dass wir junge, reife Christinnen und Christen begleiten dürfen, die nicht im Kinderglauben stecken bleiben, sondern tiefer und intensiver in unseren Glauben eintauchen können, hinterfragen lernen und so neue Sichtweisen entwickeln können. Zudem sind junge Menschen vor allem in dieser unsicheren Zeit dankbar, wenn sie auch außerhalb der Schule die Möglichkeit haben, sich mit Gleichaltrigen zu treffen. Hier können wir den Jugendlichen ein Netzwerk bieten, das in einer turbulenten und herausfordernden Zeit tragen und halten kann. Eine weitere Chance sehe ich vor allem auch für unsere Pfarrgemeinden, die sich bei dieser neuen Art der Vorbereitung fragen müssen: Warum bzw. ist es uns als Pfarrgemeinde überhaupt wichtig, dass sich Jugendliche auf den Weg zur Firmung machen? Was wollen wir ihnen auf diesem Weg mitgeben? Spüren sie Freude und Hoffnung in unserer Pfarrei? Ich sehe in diesen ganzen Fragen sehr viel Potenzial, dass sich eine Pfarrgemeinde auf einen neuen innovativen Weg von Pastoral und Kirche aufmachen kann und sich erneuern und wachsen kann.

Ihr seid mit dem Jahrgang 2007 gestartet – diese Jugendlichen sollen zu Pfingsten 2024 ihre Firmung empfangen. Was wurde bisher gemacht?
Kathrin Walder: Zu einem „Infotreffen“ haben wir bereits im Frühjahr 2021 eingeladen. Im Mai konnten sich die Jugendlichen bei einem persönlichen Gespräch in der eigenen Pfarrei zur Firmung anmelden. Im September sind wir dann gestartet. Wir als Dompfarre haben uns mit den Jugendlichen zu einem Workshop und ersten kennenlernen getroffen. Hier hat vor allem auch Südtirols Katholische Jugend sehr viele tolle Angebote, die man unbedingt nutzen sollte. Im Oktober sind wir auf Stadtebene mit einem Gottesdienst in Gries und anschließenden mit Kleingruppengesprächen offiziell gestartet. Wir haben dieses erste Jahr der Vorbereitung so geplant, dass jede Pfarrei eine Aktion plant und dazu einlädt. So erhielten die Jugendlichen zum Beispiel diese Aufgabe: Sie wurden in Kleingruppen eingeteilt und sollten sich mit ihrem Smartphone auf die Suche nach Fotomotiven in der Stadt zum Thema „godonthestreet“ („Gott auf der Straße“) machen.

Welche Höhepunkte sind in den nächsten Jahren noch geplant?
Kathrin Walder: Als Nächstes steht ein Treffen mit den Firmpaten und Patinnen und ein Jugendgottesdienst im Dom an, als weiteres Highlight ist der Jugendkreuzweg durch die Stadt und ein Open-Air-Gottesdienst in Haslach geplant. Im kommenden Jahr soll vor allem der karitative Teil der Firmvorbereitung im Vordergrund stehen, das heißt sich in der Stadt sozial engagieren, bei Projekten mithelfen und einbringen. Als Highlight in diesem Jahr haben wir ein Treffen im Haus der Familie in Lichtenstern geplant. Im Jahr vor der Firmung wird es vor allem um inhaltliche Glaubens- und Lebensthemen gehen. Geplant ist auch eine Fahrt nach Assisi oder anderen spirituellen Orten.

Welche Erfahrung hast du bei den Jugendlichen gemacht – nehmen sie diese neue Art der Firmung gerne an?
Kathrin Walder: Ich bin total begeistert davon, wie offen die jungen Menschen auf diese neue Art der Firmvorbereitung eingestiegen sind. Junge Menschen sind offen, sich auf Neues einzulassen und unvoreingenommen einen Weg zu beschreiten. Sie schätzen es sehr, wenn sich jemand Zeit für sie nimmt, sich für sie interessiert und nach ihrer Sehnsucht fragt.

Hättest du dir für dich selbst auch diese Form gewünscht?
Kathrin Walder: Ja, ich hätte mir das gewünscht. In diesem Alter hat man bereits eine andere Reife als in der 1. oder 2. Mittelschule und man kann sich auf bestimmte Themen viel besser einlassen. Zudem ist bei diesem etwas längeren Weg einfach mehr Zeit, sich mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen und zu beschäftigen.


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Gottesdienstordnung

  • Mittwoch 9:00 Uhr, Frühmesse
  • Samstag 19:00 Uhr, Vorabendmesse
  • Sonntag 10:00 Uhr, Pfarrgottesdienst

Bürostunden

Mittwoch nach der 9-Uhr-Messe bis 11.30 Uhr
P. Sepp ist gewöhnlich Samstag von 9:00 bis 11:30 im Widum.

info@pfarreihaslach.com
MwSt.Nr. 94013120210

Kontakt

Pfarrei St. Gertraud, Aurelio-Nicolodi-Straße 16, 39100 Bozen

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